Die Lüge vom Schülerschwund

Seit Jahren begründen die Schulpolitiker aller Parteien, dass wegen des Rückgangs der Geburtenzahlen Schulschließungen zumindest in geringem Umfang “alternativlos” seien.

BildGerne wird dabei zum Beispiel behauptet, dass die Schülerzahlen sich in den letzten Jahren dramatisch verändert hätten und in Zukunft weiter sinken würden. Wenn man einer aktuellen Statistik des Schulministerium NRW Glauben schenken darf, besuchen derzeit mehr Kinder die Primarschulen (Grund- und Förderschulen) als in den Jahren 1982 bis 1988. Und nach einer leichten Abnahme in den kommenden Jahren wird die Anzahl der Schüler in diesem Bereich bis zum Jahr 2030 auch wieder steigen. Weiterlesen

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Kinder protestieren gegen Lehrerwechsel

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Macht Bochum doof?

Während sich andere Regionen darum bemühen sich durch eine gute Bildungspolitik für junge Familien attraktiv darzustellen, hat sich Bochum offensichtlich dazu entschlossen, erste kinderlose Stadt Deutschlands zu werden und sich damit als Seniorenresidenz zu empfehlen.

Daher ist es auch konsequent dass die alte Werbekampagne “Bochum macht jung” auf den Haufen geworfen wurde und man sich heute dem Motto “Bochum macht doof” verschrieben hat. Weiterlesen

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Wie man mit Tabellen den angeblichen Schülerschwund dramatisiert

Wenn man trotz schlechtester Ergebnisse bei Pisa, Klassengrößen von bis zu 30 Schülern und ständigen Beteuerungen, die Bildung stärken zu wollen, gleichwohl ein Dutzend Grundschulen in Bochum schließen möchte, braucht man dafür schon gute Argumente. Um einen Kommunalpolitiker, der bekanntlich ehrenamtlich tätig ist und eigentlich ein Herz für Kinder hat, gleichwohl von der Notwendigkeit der Schließungen zu überzeugen, bedient sich die Verwaltung gerne sprechender Bilder, d. h. grafisch aufgepeppter Statistiken.  So auch im letzten Schulentwicklungsplan, der dieses – auf den ersten Blick dramatische – Balkendiagramm enthielt.

 
Quelle Schulentwicklungsplan der Stadt Bochum 2007

Erst auf den zweiten Blick erkennt man, dass bei den Grafiken die Balken bei 10.000 gekürzt wurden, d. h. der Rückgang grafisch dramatisiert wurde. Sieht man sich die nachfolgende Statistik an, die die selben Daten wie oben – jetzt allerdings maßstabsgetreu darstellt – sieht die Sache schon viel weniger dramatisch aus.

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Anmeldung der Lernanfänger für das kommende Schuljahr

Auswahl der Schule ist Entscheidung der Eltern

Die Schulverwaltung Bochum hat in einer Presseerklärung alle Eltern von Lernanfängern, die zum 1. August 2011 eingeschult werden sollen, aufgerufen, ihre Mädchen und Jungen bei der gewünschten Grundschule anzumelden. Bis zum 07.09.10  fehlten dort noch rund 1.300 Meldungen der knapp 2.800 Lernanfänger des kommenden Jahres.
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Aufruf zur Demonstration am 12. Juli 2010 um 16:30 Uhr

Demonstration

Am 12.07.2010 um 16:30 Uhr

Treffpunkt: Carl-Arnold-Kortum-Schule
Fahrendeller Str. 27

Kürzt nicht bei den Kurzen!

Nach Planungen des Schulwerwaltungsamtes sollen 11 Grundschulen und eine Förderschule in Bochum bis 2015 geschlossen werden.

Die von der Verwaltung vorgelegte Schließungsliste ist aber nur ein Vorschlag, über den „ergebnisoffen diskutiert“ werden soll.

Alle Schulen sind daher betroffen, da sie entweder auch noch auf die Liste kommen können oder durch die Kinder aus den zu schließenden Schulen überfüllt werden.

Die Stadt argumentiert mit der „demographischen Entwicklung“. Tatsächlich wird sich die Zahl der Grundschüler vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2015 aber voraussichtlich nur um 100 Kinder verringern.

Quelle: Schulentwicklungsplan der Stadt Bochum

Rechtfertigen 100 Schüler weniger, die Schließung von 11 Grund­schul-standorten?

5-jährige Kinder sollen lange gefährliche Schulwege zurücklegen.

Bis zu 3 Grundschulen sollen zusammen gelegt werden, so dass Schulfabriken mit ca. 500-600 Schülern entstehen.

Die Eltern wehren sich und rufen alle Bürger der Stadt Bochum zu einer Demonstration gegen die Schulschließungen auf.

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Demografischer (demagogischer ) Wandel

Die Schulverwaltung Bochum begründet ihre Schließungspläne vor allem mit dem so genannten „demografischen Faktor“. In den letzten Jahren hat es tatsächlich einen Rückgang der Schülerzahlen gegeben, in der Zeit von 2005 bis 2010 sank die Zahl der Grundschüler an Bochumer Schulen von 12.800 auf 12.100, also um 700 Kinder, oder ca. 5,4 Prozent.

Quelle: Schulentwicklungsplan der Stadt Bochum 2007

Seit 2005 wurde zum einen schon eine Grundschule geschlossen (St. Barbara-Schule) es wurde vor allem aber in allen Grundschulen in Bochum der „Offene Ganztag“ eingeführt. In den allermeisten Schulen wurden dafür Räume, die vorher für den Unterricht genutzt wurden, umgewidmet und stehen daher heute z. B. als Klassenräume nicht mehr zur Verfügung. Da die Stadt Bochum im Schulentwicklungsplan zu dieser Frage keine genauen Quadratmeter sondern für die einzelnen Schulen nur die Anzahl der Räume angibt, die für Ganztagsbetreuung genutzt werden, kann man nur schätzen, dass die durch die demografische Entwicklung frei gewordenen Flächen durch die Ganztagsbetreuung bereits wieder belegt sind.

Die von der Schulverwaltung suggerierten Leerstände gibt es nicht!

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PISA zeigt: Zwergschulen sind gute Schulen!

Der Bochumer Schuldezernent Michael Townsend behauptet:

“… Zwergschulen in der Großstadt ist eigentlich nicht das, was man sich aus pädagogischen und schulfach-lichen Gründen wünscht.”

(c) WDR Studio Essen 2010

Das klingt im ersten Moment recht überzeugend, doch wenn man sich das PISA Vorzeigeland Finnland anschaut, zeigt sich, dass gerade dort viele Schulen sehr klein, d.h. Zwergschulen sind:

“Die finnischen Schulen sind aufgrund der Größe des Landes und der geringen Einwohnerzahl meist klein:

Rund 60% der Schulen haben weniger als sieben Lehrkräfte, knapp 40% haben weniger als 50 Schüler.

Auch die Klassen sind kleiner als in Deutschland:

Die durchschnittliche Klassenstärke der an der PISA-Studie beteiligten Klassen betrug in Finnland 19,5 Schüler. Der landesweit erfasste Durchschnitt liegt aber weit darunter, wie man aus den obigen Schülerzahlen leicht ersieht.

Die niedrige Lerngruppenstärke ist ökonomisch nicht sehr günstig, wohl aber pädagogisch:

Gerade die schwächeren Kinder gedeihen in einer ‘intimen’ Lernumwelt weit besser und es gibt wenig Disziplinprobleme.

Zitiert nach: Das Märchen vom PISA-Erfolg der Gesamtschule, Finnlandexpertin Thelma von Freymann über einen Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen

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Lokalzeit Ruhr berichtet über Schließungspläne in Bochum

(c) WDR Studio Essen

(c) WDR Studio Essen

Der WDR hat in der Sendung Lokalzeit Ruhr über die geplanten Schulschließungen in Bochum berichtet. Leider wurde in dem Beitrag der Eindruck vermittelt, als sei schon alles beschlossen und nicht mehr zu ändern. Das ist zum Glück nicht der Fall.

In Essen haben die Eltern gekämpft und die Pläne der Stadt zum größten Teil verhindert.

Hier geht es zum Beitrag auf der Homepage der Lokalzeit, der die nächste Woche dort noch abzurufen ist.

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Einladung an alle Politiker zum gemeinsamen Schulweglauf am 2. Juli um 7:30 Uhr

Die Schulverwaltung der Stadt Bochum hat vorgeschlagen, den Grundschulstandort auf der Max-Greve-Straße zu schließen. Auch soll die Carl-Arnold-Kortum Grundschule auf der Fahrendellerstraße geschlossen werden. Für die Kinder im Einzugsgebiet der Max-Greve-Schule würde deren Schließung zu unzumutbaren Schulwegen führen. Wir glauben, dass verantwortungsvolle Politiker am besten über so weitreichende Entscheidungen für unsere Kinder, aber auch für unseren Bezirk entscheiden können, wenn sie gemeinsam mit den betroffenen Kindern einmal die Schulwege abgehen, die sich ergeben, wenn die Schließungspläne der Verwaltung durchgesetzt würden.

Wir laden daher unsere Oberbürgermeisterin Frau Dr. Ottilie Scholz, und alle Politiker der Gremien, die über den Schulentwicklungsplan Grundschule ent­schei­den werden, zu einem gemeinsamen Schulweglauf

am Freitag, den 2. Juli 2010
um 7:30 Uhr ein.

START
(Kunst-)Museum Bochum
Ecke Kortumstraße/Bergstraße

ZIEL
Grundschule in der Vöde
Castroper Straße 235

Da in Zukunft 5-jährige Erstklässler diesen Weg jeden Morgen gehen sollen, denken wir, dass es auch für unsere Politiker ein Leichtes sein wird, diesen Termin vor der Arbeit kurz wahrzunehmen.

Über das zahlreiche Erscheinen unserer Politiker freuen sich die Kinder schon sehr.

Herzlich laden wir zu diesem Termin auch alle interessierten Medienvertreter ein.

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