Wahlprogramme

Wenn man sich einmal die Mühe macht, die Wahlprogramme der Parteien in NRW zu lesen, wundert man sich eigentlich, mit welcher Unverfrorenheit „unsere Politiker“ uns weismachen wollen, die Schließung einiger Standorte sei unumgänglich.

Egal wo man hinschaut, überall in den Programmen werden Maßnahmen versprochen, die nur dann durchführbar sind, wenn die bestehenden Räumlichkeiten erhalten bleiben.

FDP

„Der demographische Wandel ist zugleich Chance und Herausforderung für das Schulwesen.
Beispielsweise reduziert sich der Raumbedarf in bestehenden Schulgebäuden mittelfristig an vielen Standorten. Die FDP begrüßt, wenn diese Räumlichkeiten zu Arbeitsräumen für Lehrerinnen und Lehrer umgebaut werden.“

„Den demographischen Wandel, der im neuen Jahrzehnt voraussichtlich zu einem Rückgang der Schülerzahlen von über 15 Prozent führt, werden wir insbesondere für kontinuierlich kleinere Klassen, die weitere Minimierung des Unterrichtsausfalls und den Ganztagsausbau nutzen. In der letzten Wahlperiode haben wir das Schüler-Lehrerstellen-Verhältnis von etwa 19 Schülern pro Lehrer im Jahr 2005 auf 17 Schüler pro Lehrer reduziert. Bis 2015 streben wir eine deutliche weitere Reduzierung an. Wir wollen dadurch die Voraussetzungen dafür schaffen, dass an allen Schulformen keine Klasse mehr eingerichtet wird, die mehr als 25 Schüler hat.“

CDU

Mehr Bildung

Wir wollen
• kleinere Klassen und kleinere Schulen
• kleine Grundschulen erhalten.

Neue soziale Sicherheit
Wir wollen

• die Einrichtung von Familienzentren an Tagesstätten und Grundschulen.

„Wir wollen verlässliche Grundschulen von 8 bis 13 Uhr.“

„Wir wollen verhindern, dass Kinder „durch den Rost“ fallen. Kinder aus sozial schwachen Herkunftsfamilien, mit Störungen in der Entwicklung, Kinder mit Migrationshintergrund und andere benötigen eine individuelle Förderung. Jedes Kind hat ein Recht auf optimale Bildung und Betreuung, gerade dann, wenn die Eltern mit ihrer Verantwortung für das Kind überlastet sind. Kinderärzte, Kindertagesstätten, Grundschulen und die Jugendämter müssen daher so vernetzt sein, dass Kinder sehr früh die richtige Unterstützung erhalten. Nur so kann die Spirale der Kinderarmut durchbrochen werden.“

SPD

Schulpolitische Perspektiven zitiert aus dem aktuellen Internetauftritt der SPD Landtagsfraktion

„Wenn wir nichts tun, stehen wir in Nordrhein-Westfalen vor einem massiven Schulsterben mit allen Folgen für die schulische Bildung unserer Kinder. Doch die Landesregierung tut dagegen nichts. Unsere Forderung ist: Ein ortsnahes und breit gefächertes Schulangebot muss erhalten bleiben.“

DIE GRÜNEN

Wir schaffen kleinere Klassen
Auch bei sinkenden Schülerzahlen sollen die Lehrerstellen nicht reduziert, sondern zur Verbesserung der Rahmenbedingungen genutzt werden. Dazu gehört auch die grundsätzlich wünschenswerte Verringerung der Größe der Lerngruppen. Schulen, die alle Bildungsgänge des gegliederten Schulsystems organisatorisch und pädagogisch in sich vereinen und integrativ arbeiten, statten wir dafür besonders gut aus. In diesen Schulen soll es keine Klassen mit mehr als 25 Schülerinnen und Schülern geben. Die Grundschule ist schon weitgehend eine Schule für alle Kinder. Wir wollen die nordrhein-westfälischen Grundschulen in dieser erfolgreichen Arbeit unterstützen.
Daher sollen Grundschulklassen nicht mehr als 23 Kinder haben.

DIE LINKE

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