Aufruf zur Demonstration am 12. Juli 2010 um 16:30 Uhr

Demonstration

Am 12.07.2010 um 16:30 Uhr

Treffpunkt: Carl-Arnold-Kortum-Schule
Fahrendeller Str. 27

Kürzt nicht bei den Kurzen!

Nach Planungen des Schulwerwaltungsamtes sollen 11 Grundschulen und eine Förderschule in Bochum bis 2015 geschlossen werden.

Die von der Verwaltung vorgelegte Schließungsliste ist aber nur ein Vorschlag, über den „ergebnisoffen diskutiert“ werden soll.

Alle Schulen sind daher betroffen, da sie entweder auch noch auf die Liste kommen können oder durch die Kinder aus den zu schließenden Schulen überfüllt werden.

Die Stadt argumentiert mit der „demographischen Entwicklung“. Tatsächlich wird sich die Zahl der Grundschüler vom Jahr 2010 bis zum Jahr 2015 aber voraussichtlich nur um 100 Kinder verringern.

Quelle: Schulentwicklungsplan der Stadt Bochum

Rechtfertigen 100 Schüler weniger, die Schließung von 11 Grund­schul-standorten?

5-jährige Kinder sollen lange gefährliche Schulwege zurücklegen.

Bis zu 3 Grundschulen sollen zusammen gelegt werden, so dass Schulfabriken mit ca. 500-600 Schülern entstehen.

Die Eltern wehren sich und rufen alle Bürger der Stadt Bochum zu einer Demonstration gegen die Schulschließungen auf.

PISA zeigt: Zwergschulen sind gute Schulen!

Der Bochumer Schuldezernent Michael Townsend behauptet:

„… Zwergschulen in der Großstadt ist eigentlich nicht das, was man sich aus pädagogischen und schulfach-lichen Gründen wünscht.“

(c) WDR Studio Essen 2010

Das klingt im ersten Moment recht überzeugend, doch wenn man sich das PISA Vorzeigeland Finnland anschaut, zeigt sich, dass gerade dort viele Schulen sehr klein, d.h. Zwergschulen sind:

„Die finnischen Schulen sind aufgrund der Größe des Landes und der geringen Einwohnerzahl meist klein:

Rund 60% der Schulen haben weniger als sieben Lehrkräfte, knapp 40% haben weniger als 50 Schüler.

Auch die Klassen sind kleiner als in Deutschland:

Die durchschnittliche Klassenstärke der an der PISA-Studie beteiligten Klassen betrug in Finnland 19,5 Schüler. Der landesweit erfasste Durchschnitt liegt aber weit darunter, wie man aus den obigen Schülerzahlen leicht ersieht.

Die niedrige Lerngruppenstärke ist ökonomisch nicht sehr günstig, wohl aber pädagogisch:

Gerade die schwächeren Kinder gedeihen in einer ‚intimen‘ Lernumwelt weit besser und es gibt wenig Disziplinprobleme.

Zitiert nach: Das Märchen vom PISA-Erfolg der Gesamtschule, Finnlandexpertin Thelma von Freymann über einen Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen

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